Natriumpersulfat mit gelöstem Kupfer durch Elektrolyse entsorgen

Natriumpersulfat alleine (ohne Kupfer) wird auch zum desinfizieren verwendet, also verdünnt nicht so gefährlich und kann im Klo entsorgt werden,
aber mit gelöstem Kupfer ist es sehr giftig.
Wer keine Sammelstelle in der Nähe hat, kann das Kupfer auch mit Elektrolyse auf einem Kupferdraht ablagern.

Warnung: Wer die Giftbrühe ins Klo schüttet, der macht sich strafbar ! Mit modernen Analysenmethoden lässt sich das sehr gut zurückverfolgen und dann wird es sehr teuer: Busse und Schadenersatz der Kläranlage können den privaten Bankrott bedeuten !
Angaben ohne Gewähr, unter Haftungsausschluss und auf eigene Gefahr!

Das in Wasser gelöste Natriumpersulfat verbindet sich beim Ätzen mit Kupfer zu Natriumsulfat und Kupfersulfat:
Na2S2O8 + Cu --> Na2SO4 + CuSO4
Die farblose Flüssigkeit wird blau.

Mit der Elektrolyse trennen wir das Kupfer wieder heraus:
An der Kathode (-) aus Kupferdraht lagert sich metallisches Kupfer ab,
an der Anode (+) aus Kohle/Edelstahl/Platindraht gast Sauerstoff aus.

Zurück bleibt Schwefelsäure (greift Metallteile in der Nähe an) und Natriumsulfat.
Und natürlich das hochwertige Kupfer welches man beim Altmetallhändler verkaufen kann.

Ich wickle einen blanken Kupferdraht zu einer Elektrode und hänge diese in die Lösung, um das Rest-Natriumpersulfat aufzubrauchen:


Die Anode ist ein kleiner Edelstahllöffel (der leider beschichtet war).
Als Stromquelle nutze ich eine Solarzelle, die ich ins Fenster gestellt habe. (12V, 912 mA)

(Die Trübung des Messbechers kommt von anderen Chemikalien)

Wenn der Edelstahl beschichtet ist, löst sich diese Beschichtung und verfärbt die Lösung grün: Es wurden Chrom- und Nickelverbindungen hergestellt. Je nach Mischung auch Chlorid.


Das hindert aber die chemische Reaktion nicht und das Kupfer lagert sich am Draht ab:


Wenn die Lösung wieder farblos ist, sollte man die Elektrolyse noch 2 Wochen (besser länger) laufen lassen, damit auch wirklich alles Kupfer gebunden ist.
Dann kann die Lösung (Natriumsulfat und Schwefelsäure) stark verdünnt ins Klo entsorgt werden.